Das Nein, das ein Ja ist

Es gibt eine Frage, die wir im Laufe unseres Lebens vermutlich recht oft stellen. Von Zeit zu Zeit klammern wir uns gar an dieses kurze Wort, auch wenn wir im Grunde genommen wissen, dass niemand uns jene Frage beantworten kann. Sie lautet: Warum?

 

Das Paradebeispiel schlechthin, dem das Stellen dieser Frage häufig in ständiger Wiederholung folgt, ist der Tod. Doch ist nicht nahezu jede Begebenheit, die besagtes Fragewort hervorbringt, auf ihre Weise ein Tod? Ein gestorbener Traum, eine geplatze Hoffnung, ein Vorhaben, das „gestorben“ ist. Spendet uns die Vorstellung, alles könnte einen Grund haben, Trost? Ist es ein Ablenken von der Unfähigkeit, sich mit der Situation zu arrangieren? Das unstillbare Bedürfnis nach einer Antwort lässt dann erst nach, wenn man die Dinge zu akzeptieren beginnt oder aus zunächst Negativem Positives zu gewinnen vermag.

„Warum?“ ist eine Frage, die mir zuletzt von Filmhochschulen nicht beantwortet wurde. „Aufgrund der hohen Bewerberzahlen ist es uns leider nicht möglich Blaaaaa.“ Kein Master-Platz war für mich zu bekommen.  – Doch diesmal war ich darauf vorbereitet. Diesmal bedeuten ihre Neins ein Ja für mich: Denn jedes Nein füllte den Ladebalken meiner Weltreise-Idee um ein weiteres Stück. Nun haben sie alle abgesagt, der Balken ist voll – hinein in die Vorbereitungen!

Noch steht dem einiges im Weg, in erster Linie finanzieller Natur, doch wo es vierbeinige Enten als Magnet gibt, da wird sich doch auch ein Weg finden lassen, wie ich auf Weltreise gehen kann.

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